Jean Daligault
Der Stolperstein für Jean Daligault liegt in Deutschland an seiner letzten bekannten Adresse. Die kleine Messingplatte ist im Gehweg eingelassen und erinnert an einen französischen katholischen Priester, Maler und Bildhauer aus Caen. Er wurde 1899 geboren und setzte sich als Künstler besonders für junge Menschen ein.
Nach der Besetzung Frankreichs unterstützte Jean Daligault die Résistance und wurde 1941 von der Gestapo verhaftet. Als Nacht-und-Nebel-Häftling verschwand er aus dem Blick seiner Angehörigen und durchlief mehrere Gefängnisse. Im Konzentrationslager Hinzert überlebte er Hunger, Kälte, Krankheit und Folter, obwohl ihm die Zähne ausgeschlagen wurden. Mitgefangene halfen ihm beim Essen, während er heimlich das Lagerleben zeichnete und kleine Skulpturen schnitzte. Einige dieser Werke sind erhalten und werden heute in Museen gezeigt. Sein Weg führte über Trier und Köln nach Dachau, wo er im April 1945 kurz vor der Befreiung ermordet wurde. Die Messingplatte verbindet seinen letzten bekannten Wohnort mit Zeichnungen und Skulpturen aus der Gefangenschaft.
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