Irscher Burg
Die Irscher Burg ist ein architektonisches Ensemble in Deutschland, dessen Mauern einen großen Hof mit Gräben umschließen. Im Zentrum steht ein spätmittelalterliches Burghaus mit Wohnturm, dessen Baugeschichte bis 1587 zurückreicht. Bauteile aus 1717 ergänzen den Turm und prägen seine überlieferte Gestalt. Zweigeschossige Wohn- und Gerichtsflügel, Wirtschaftsgebäude und Torbögen aus dem 18. Jahrhundert bilden den sichtbaren Rahmen.
Das Anwesen diente zunächst als Gutshof und Propstei der Abtei St. Martin. Im Barock wurde das Gerichtshaus zum Ort der Rechtsprechung und Verwaltung. Der Propst übte dort weltliche und geistliche Macht aus. Nach der Säkularisation von 1803 wurde die Anlage zum Pfarrhaus und Gemeindezentrum. Eine alte Zehntscheune wandelte man zur Pfarrkirche um. Der erhaltene Kirchturm steht am angrenzenden Friedhof. Auf der Dorfwiese finden Feste statt, während sich der Irscher Burg-Verein seit 2011 für die Denkmalpflege einsetzt. Besonders einprägsam bleibt die Verbindung aus Wohnturm, Zehntscheune und Kirchturm am Friedhof.
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