Dreikönigenhaus
Dreikönigenhaus steht in Deutschland als patrizisches Wohnturmhaus des frühen 13. Jahrhunderts mit einer auffälligen gotischen Schaufassade. Seine helle Putzfläche trägt kräftige Farben, Bogenfriese, Pilaster und ungewöhnliche Fensterreihen. Der fast turmartige Bau verbindet eine fast quadratische Vorderseite mit einem rückwärtigen Anbau, der später durch eine Treppe angeschlossen wurde. Die hoch liegende Tür prägt den ersten Eindruck. Drei Fensterpaare ordnen die farbige Front und lenken den Blick nach oben.
Eine wohlhabende Familie ließ das Haus um 1230 errichten, um Rang und Geschmack sichtbar zu machen. Sein heutiger Name entstand erst im 17. Jahrhundert. Damals beherbergte das Haus eine Gaststätte, während die ursprüngliche Holztreppe zur erhöhten Tür längst mehr Tradition als Schutz bedeutete. Die Treppe ließ sich bei Gefahr entfernen. Byzantinisch geprägte Formen ergänzen die gotische Gestaltung und gehören zu den seltenen Motiven seiner Zeit. Über die Jahrhunderte veränderten Umbauten und Restaurierungen den Bau, bevor man ihn im 20. Jahrhundert weitgehend mittelalterlich zurückführte. Farbe und Fenster bewahren dabei den Anspruch seiner Besitzer.
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