Yacimiento arqueológico de Cuatro Puertas
Der Yacimiento arqueológico de Cuatro Puertas bildet einen weitläufigen Höhlenkomplex, den Menschen in vulkanischen Tuff gehauen haben. Vier nebeneinanderliegende Eingänge sind gemeinsam nach Norden ausgerichtet.
Die Halle wird als Almogarén gedeutet und gilt als zentraler Raum für rituelle Handlungen innerhalb des Ensembles. Künstliche Wohnhöhlen, Speicher und Gänge umgeben diese Halle. Richtung Osten führt ein in den Fels gehauener Weg zur kreisförmigen Cueva de los Papeles mit dreieckigen Gravuren im Schambereich. Diese dreieckigen Darstellungen werden traditionell mit Fruchtbarkeitsriten verbunden. Die Cueva de los Pilares zeigt ein dichtes troglodytisches Dorf aus kleinen Höhlen, Tunneln und schmalen Korridoren. Zentrale Räume verbinden dort zahlreiche kleinere Kammern miteinander. Trockenmauern, Steinreihen sowie leichte Konstruktionen aus Ästen und Häuten teilten viele Höhlen in getrennte Bereiche.
Ohne fachkundige Begleitung bleibt dieser Zugang zur Cueva de la Audiencia schwer auffindbar. Östlich liegt eine schwer zugängliche Bruchstelle für Mühlsteine, die nur ein verwachsener Pfad erreicht. Der Pfad verschwindet dort teilweise unter dichter Vegetation. Das Ensemble gehört zu den umfangreichsten prähispanischen Anlagen der Insel und vereint Wohnräume, Speicher und einen rituell gedeuteten Hallenraum. Die vier Nordöffnungen geben dem Ort seine klare räumliche Ordnung.
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