Weißenburgpark
Der Weißenburgpark liegt im Stuttgarter Süden am Bopser und umfasst fünf Hektar mit Wegen, Sitzplätzen und historischen Bauten. Seine höchste Stelle liegt etwa 370 Meter über dem Meeresspiegel. Dort bietet eine Aussichtsplattform den Blick über Stuttgart, daneben steht ein Gedenkstein für den Maler Reinhold Nägele.
Der Name geht auf eine mittelalterliche Burg der württembergischen Grafen zurück, die 1312 zerstört wurde und keine Überreste hinterließ. Mitte des 19. Jahrhunderts ließ Albert Föhr eine klassizistische Villa errichten und die Anlage gestalten. Ende des 19. Jahrhunderts erweiterte man die Villa, die später Ernst von Sieglin erwarb. Er beauftragte die Neugestaltung sowie den Bau von Teehaus und Marmorsaal. Nach dem Erwerb durch die Stadt Stuttgart 1956 wurde das Gelände für die Bundesgartenschau 1961 zum öffentlichen Park.
Heinrich Henes vollendete das runde Teehaus 1913 als neoklassizistischen Pavillon mit Säulen und Kuppel. Oberlichter und Rokokogemälde von Julius Mössel prägen seinen Innenraum. Der darunterliegende Marmorsaal entstand ebenfalls 1913 und zeigt groteske Bilder mit Wassergottheiten und anderen Kreaturen. Travertinreliefs von Karl Donndorf und steinerne Putten von Melchior von Hugo ergänzen die Ausstattung. In den 1920er Jahren nutzte die Tanzlehrerin Ida Herion den Garten für ein Fotoshooting.
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