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Städtisches Lapidarium

Das Städtische Lapidarium liegt in Stuttgart im Park der ehemaligen Villa Ostertag-Siegle. Zwischen Wegen und Pflanzen stehen mehr als zweihundert Steinartefakte aus fünf Jahrhunderten Stuttgarter Geschichte. Der Park folgt dem Stil italienischer Renaissancegärten und gibt den architektonischen Fragmenten einen besonderen Rahmen.

Viele Stücke stammen aus der baulichen Vergangenheit der Stadt, darunter gerettete Teile im Zweiten Weltkrieg zerstörter Gebäude. Eine römische Antiquitätensammlung geht auf Carl von Ostertag-Siegle zurück. Bei der Altstadterneuerung um 1900 sammelten Menschen zahlreiche künstlerische Bauteile. Zunächst standen sie in der Hospitalkirche, doch der Krieg ließ vieles verschwinden. Gustav Wais und Wilhelm Speidel bewahrten weitere Stücke, die später hier ihren Platz fanden.

1950 öffnete das Lapidarium seine Tore und verband Stadtgeschichte mit einem Gartenaufenthalt. Die Steine erzählen von Stuttgarts Architektur, bevor sie ihren heutigen Platz erhielten. Im Winter erschließen Laternenführungen die Sammlung aus einer anderen Perspektive. Besonders greifbar bleibt der Gegensatz zwischen römischen Altertümern und den Fragmenten zerstörter Stuttgarter Gebäude.

Stadt
Stuttgart
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