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Heilandskirche

Die Heilandskirche steht im Stadtteil Berg von Stuttgart-Ost und gehört zu den evangelischen Kirchen Württembergs. Der neoromanische Bau besitzt einen Turm, einen Gottesdienstraum und einen Innenhof dazwischen. Ludwig Eisenlohr entwarf die Kirche, während Josef Zeitler die plastischen Dekorationen gestaltete. Heute gilt sie als Kulturdenkmal in Baden-Württemberg und ist barrierefrei zugänglich.

Herzogin Vera von Württemberg stiftete 1899 das Grundstück, nachdem sie in der nahegelegenen Villa Berg gelebt hatte. Zunächst entstand dort eine einfache Holzkirche. Nach ihrem Übertritt zur evangelischen Kirche finanzierte Vera 1909 den repräsentativeren Neubau. Die Einweihung folgte am 2. Dezember 1913, doch ein Bombenangriff zerstörte das Gebäude am 19. Oktober 1944.

Eine provisorische Kirche überbrückte die Nachkriegszeit, bevor 1964 ein veränderter Wiederaufbau fertig wurde. Zwei Glocken waren bereits 1942 beschlagnahmt und eingeschmolzen worden. Der Innenhof dient heute verschiedenen Zwecken und verbindet Turm und Gottesdienstraum. Die Kirche ist außerdem Heimat der russlanddeutschen Gemeinschaft und des Chors Gospel im Osten, der hier 2005 entstand.

Stadt
Stuttgart
Aktualisiert

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