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Garnisonsschützenhaus

Das Garnisonsschützenhaus steht in Stuttgart-Degerloch und bewahrt die baulichen Spuren eines früheren Schießplatzes der Königlichen Garnison. Sein Schweizer Stil verbindet helle Sandsteinsockel, braunes Fachwerk und rotes Ziegelmauerwerk. Die flach geneigten Dächer ragen über die Wände hinaus, während ein markanter Uhrturm einst eine Sturmglocke trug. Ein hallenartiger Anbau ergänzt den Bau mit Kreuzfenstern und einem schützenden Holzdach über dem Eingang.

1893 entstand das Haus als Kantine für die Schießplatzanlagen. Der hallenartige Anbau diente als Zielwerkstatt der Garnison. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm das Gebäude ein Restaurant auf und wurde später fast vier Jahrzehnte lang als Wohnraum vermietet. Seit mehreren Jahren steht die Anlage leer. Eine Bürgerinitiative setzte sich 2014 für ihren Erhalt ein.

Zum geschützten Denkmal gehören außerdem ein Wachhaus, ein Aufseherhaus und ein hölzerner Geräteschuppen mit neun Abteilen. Der Schießplatz besaß einst neun Bahnen. Im nahen Dornhaldenfriedhof, der 1974 auf dem früheren Gelände entstand, bleiben einige Spuren dieser Schießbahnen sichtbar. Das Fachwerk zeichnet ein regelmäßiges Gitter aus Balken und Ziegeln.

Stadt
Stuttgart
Aktualisiert

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