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Sommerhausen Schloss

Schloss Sommerhausen steht im kleinen Weinort Sommerhausen und prägt mit seinem hohen Giebel die historische Ortsansicht. Die Hauptstraße bietet den klarsten Blick auf die Fassade. Ein älterer zweiflügeliger Trakt stammt aus dem 15. Jahrhundert, während der Hauptbau die Jahreszahl 1569 trägt. Schlanke Fialenaufsätze krönen den dreigeschossigen Giebel.

Lange verband sich die Anlage mit den Grafen von Rechteren-Limpurg, deren Vorfahren das erbliche Reichsamt der Schenken innehatten. Ludwig Uhlands Gedicht „Der Schenk von Limpurg“ erinnert an dieses Hofamt. Kaiser Ferdinand III. nahm während des Dreißigjährigen Krieges hier Quartier. 1634 plünderten Truppen Piccolominis das Anwesen und hinterließen damit eine markante Spur in seiner Geschichte. Die Familie Rechteren-Limpurg-Speckfeld kaufte es 2016 zurück.

Seitdem läuft eine schrittweise Restaurierung, während die Anlage ausgewählte Veranstaltungen beherbergt. Ein reguläres Museum ist der Bau jedoch nicht. Auch bei geschlossenen Innenräumen lohnt sich der Blick von der Hauptstraße, besonders auf den Kontrast zwischen beiden Baukörpern. Zusammen mit Rathaus und Kirche formt der Giebel eines der charakteristischen Ortsbilder Sommerhausens.

Stadt
Sommerhausen
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