Pabellón de Carlos V
Der Pabellón de Carlos V steht im Damengarten des Real Alcázar in Sevilla. Zwischen Orangenbäumen, Brunnen und gefliesten Wegen zeigt sich der kleine Bau als Teil der weitläufigen Palastgärten. Glasierte Azulejos bedecken seine Oberflächen und verbinden geometrische Muster mit floralen Formen. Bögen und die Einbindung in den Garten verbinden maurische Einflüsse mit Formen der Renaissance.
Der Pavillon gehört zu einem Komplex, dessen Geschichte bis in die maurische Zeit zurückreicht. Christliche Herrscher erweiterten den Alcázar später und fügten unterschiedliche architektonische Stile hinzu. Im sechzehnten Jahrhundert prägten diese Veränderungen auch die Gestaltung des Pavillons unter Karl V. Die Fliesen schmücken die Wände und helfen zugleich, die sommerliche Hitze abzumildern.
Alfred Dehodencq malte hier im neunzehnten Jahrhundert eine Flamencoszene zwischen Pavillon und Orangenbäumen. Joaquín Sorolla nahm den Bau ebenfalls als Motiv in seine Malerei auf. So treffen an diesem stillen Ort Architektur, Garten und sevillanisches Kulturleben sichtbar aufeinander.
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