Edificio de Telefónica
Das Edificio de Telefónica steht in Sevilla und verbindet neobarocke Formen mit der modernen Funktion einer Telefonzentrale. Juan Talavera y Heredia entwarf den Bau, der zwischen 1926 und 1928 entstand. Seine Fassade zeigt sichtbaren rötlich-ockerfarbenen Ziegel und grauen behauenen Stein, besonders am Erdgeschoss.
Die reiche Ornamentik greift den sevillanischen Barock des 18. Jahrhunderts auf und erinnert an San Luis, San Telmo und La Magdalena. Über den Fenstern sitzen markante Bögen, während die dekorativen Details stärker hervortreten als Talaveras sonst typische Schmiedearbeiten. Als zentrale Telefonzentrale unterstützte der Bau die Modernisierung der Kommunikation in Sevilla im frühen 20. Jahrhundert.
Besonders auffällig ragt der dreigeschossige Mirador über dem Gebäude auf. Sein quadratisches Untergeschoss geht in zwei kleinere, abgeschrägte Ebenen mit jeweils einer Öffnung pro Seite über. Kugeln, Zinnen, eine Spitze und eine Wetterfahne schließen den Aufbau ab. Seine Form erinnert an die Silhouette der Giralda und setzt einen klaren Akzent im historischen Stadtbild.
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