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Costurero de la Reina

Costurero de la Reina steht im Maria-Luisa-Park von Sevilla, in den früheren Gärten des Palastes von San Telmo. Der kleine Bau besitzt einen sechseckigen Grundriss und an jeder Ecke einen Turm. Große Rundbogenfenster und zweifarbige Ziegel verbinden Ockergelb und Karminrot zu auffälligen Streifen. Ursprünglich diente der Pavillon als Wachhaus oder Gartenrückzugsort, nicht als königliche Residenz.

Juan Talavera y de la Vega entwarf ihn 1893 als erstes Gebäude Sevillas im neomudéjaren Stil. Diese Bauweise greift maurische Formen auf und wurde später auch bei der Plaza de España verwendet. Nach dem Tod des Herzogs von Montpensier schenkte Luisa Fernanda von Bourbon den größten Teil der Gärten der Stadt. Im Frühjahr 2007 erhielt das Gebäude eine Restaurierung, die seine Struktur reparierte und die Innenräume funktionaler machte.

Im Erdgeschoss arbeitet heute das städtische Touristeninformationsbüro, während das Obergeschoss Sitzungen und Veranstaltungen aufnimmt. Der kleine Garten vor dem Eingang bietet Raum für bis zu 80 Personen und ergänzt die 20 Plätze im Inneren. Eine lokale Legende erzählt von Königin María de las Mercedes, die hier genäht haben soll, doch sie starb bereits 1878. Das Gebäude entstand erst fünfzehn Jahre später und trägt dennoch diese Geschichte bis heute sichtbar weiter. Die Feria de Abril übernahm seine Gestaltung sogar für das Eingangsportal des Jahres 2008.

Stadt
Sevilla
Aktualisiert

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