Schloss Caputh
Schloss Caputh liegt mit seiner ockerfarbenen Fassade und dreiflügeligen Anlage am Templiner See und gehört zur Architektur des Frühbarocks. Der frühbarocke Bau entstand dort ab 1662 schrittweise. Niederländische Einflüsse prägen die drei Flügel, während die Lage am Wasser die frühere Verbindung zum See sichtbar macht. Dorothea Sophie erweiterte das Haus zwischen 1671 und 1684 zur repräsentativen Sommerresidenz. Eine geschwungene Freitreppe führte einst zum Seeufer hinab.
Im Inneren zeigen stuckverzierte Fest- und Wohnräume, Deckenmalereien von Gericke und Terwesten sowie Lackmöbel die Ausstattung des höfischen Lebens. Der berühmte Fliesensaal bildet den Höhepunkt im Schloss. Rund 7500 blau-weiße holländische Fliesen bedecken dort Wände und Gewölbe, die König Friedrich Wilhelm I. um 1720 ausstatten ließ. Die Räume spiegeln unterschiedliche höfische Wohnbereiche im Schloss wider. Im Osten liegen kleinere Gemächer des Kurfürsten, im Westen großzügige Räume der Kurfürstin mit einer Porzellankammer im erhaltenen historischen Bau. Terrassen und mächtige Kastanien führen im Park zum Wasser. Schloss Caputh verbindet damit barocke Architektur, höfische Geschichte und einen Park, dessen Terrassen bis an das Wasser reichen.
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