Madonna della Costa
Madonna della Costa ist ein katholisches Heiligtum in Sanremo, dessen Geschichte bis ins vierzehnte Jahrhundert zurückreicht. Es steht auf dem Hügel scarpéta etwa hundert Meter über dem Meer. Eine Rampe mit Zypressen und Olivenbäumen führt zu einem Kirchhof mit ligurischem Kieselmosaik und dem Wappen Genuas. Die Fassade besitzt Pilaster, einen geschwungenen Giebel und zwei kleine Kuppeltürme.
Im Inneren verbindet der helle Barockstil einen rechteckigen Saal, geschwungene Kapellen und eine markante Kuppel mit großen Fenstern. Die Kuppel erhebt sich fünfzig Meter über dem Boden. Der Hochaltar von 1699 besteht aus polychromem Marmor und Porphyr und trägt eine Holzgruppe von Anton Maria Maragliano. Das Madonnenbild gilt als ältestes erhaltenes Gemälde Sanremos. Das Fragment zeigt Madonna und Kind sowie Engelsköpfe und wird Fra' Nicolò da Voltri zugeschrieben.
Eine schriftliche Erwähnung von 1474 beschreibt hier eine Kapelle, während das Heiligtum später Seeleuten als religiöser Bezugspunkt diente. Die Verbindung zum Meer prägt die Geschichte des Heiligtums. Nach dem Gelübde eines geretteten Seemanns entstand ab 1600 der größere Bau, der von Stadt und Meer sichtbar sein sollte. Der Hauptbau war im Jahr 1630 vollendet. Domenico Belmonte vollendete die große Kuppel zwischen 1770 und 1775 im Stil Michelangelos. Die kirchliche Weihe erfolgte im Jahr 1832.
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