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Svētā Pāvila baznīca

Die St.-Pauls-Kirche steht im Rigaer Stadtteil Grīziņkalns, zwischen Kopfsteinpflaster, Holz- und Ziegelhäusern nahe dem Grīziņkalns-Park. Vor dir erhebt sich ein lutherischer Bau im englischen neugotischen Stil. Spitzbögen, hohe schmale Fenster und die betonte Vertikale geben der Fassade ihre klare gotische Wirkung. Auch innen führen hohe Decken und vertikale Linien den Blick nach oben. Das dreieckige Grundstück liegt zwischen mehreren Straßen und hebt den Bau deutlich aus dem Wohnviertel hervor.

Die Stadt Riga stellte 1878 Grundstück und Mittel bereit, bevor 1885 der Grundstein gelegt wurde. Gustav Hilbig entwarf den Bau, sein Sohn Hermann vollendete ihn. 1887 wurde die Kirche fertiggestellt und geweiht, seither dient sie der lutherischen Gemeinde für Gottesdienste, Treffen und kulturelle Veranstaltungen. Der Bau überstand den Wandel vom Russischen Reich über die lettische Unabhängigkeit bis zur Sowjetzeit. Ein Teil des sowjetischen Spionagefilms „Siebzehn Augenblicke des Frühlings“ entstand Anfang der 1970er Jahre in diesen Räumen. So verbindet der Kirchenraum Gottesdienst, Stadtgeschichte und ein ungewöhnliches Stück Filmgeschichte.

Stadt
Riga
Aktualisiert

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