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Borherta muiža

Das Borherta-Herrenhaus steht in Riga und gehört zu den drei ältesten erhaltenen Holzbauten der Stadt. Der Bau entstand Mitte des 18. Jahrhunderts als Landsitz außerhalb des damaligen Stadtzentrums. Ein Park und Gartenanlagen umgaben das Anwesen und schufen eine ruhige grüne Umgebung nahe Riga.

Barocke Türen mit abgerundeten Füllungen, gewachste Holzdielen und Papier­tapeten prägten die Innenräume. Bereits im dritten Viertel des 18. Jahrhunderts galten solche Tapeten als moderner Wohnkomfort. Während der schwedischen Herrschaft lag in der Nähe außerdem das Gut Grāvenhofs. Nach dem Ersten Weltkrieg erwarb die Lettische Evangelisch-Lutherische Kirche das Gebäude und die umliegenden Flächen. Im Jahr 1931 entstand im Park eine Schule, in die das kirchliche Gymnasium einzog.

Alte Fotografien zeigen reich verzierte Öfen, von denen mindestens ein barockes Exemplar erhalten geblieben ist. Dieses Stück verbindet die Holzarchitektur mit den handwerklichen Details eines historischen Rigaer Landsitzes. Poziņi, Fenster, Böden und Wandflächen bewahren dabei Spuren früherer Wohnkultur.

Stadt
Riga
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