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Obertorturm

Der Obertorturm steht in der Rheinfelder Altstadt und markiert den südöstlichen Eingang der mittelalterlichen Befestigung. Der rund 28 Meter hohe Wehrturm prägt das Stadtbild mit seinem unteren mittelalterlichen Teil und dem oberen Aufbau aus dem 17. Jahrhundert.

1256 erschien er erstmals urkundlich als „Glunkins Tor“ und gehörte zu vier Stadttoren. Rheinfeldens Stadtmauer entstand im 12. Jahrhundert unter den Zähringern, war etwa elf Meter hoch und erstreckte sich über rund 730 Meter. Im Dreißigjährigen Krieg ergänzten Bastionen die Verteidigung, während französische Truppen im 18. Jahrhundert Teile der Befestigung zerstörten. Etwa die Hälfte der alten Mauer ist erhalten.

Eine Uhr macht den Turm in Rheinfelden einzigartig: Sie schlägt die volle Stunde ungefähr sieben Minuten zu früh. Das Läuten warnte früher Bauern auf den Feldern, bevor die Stadttore am Abend geschlossen wurden. Die Zeiger zeigen dabei die richtige Zeit, während der Schlag bereits die nächste Stunde ankündigt. Als letzte Erinnerung ging die Rathausuhr drei Minuten vor.

Stadt
Rheinfelden
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