Messerturm
Am nordöstlichen Rand der Rheinfelder Altstadt steht der Messerturm unmittelbar am Ufer des Rheins. Sein dreieckiger Grundriss ragt in das Flussbett hinein. Vermutlich im 15. Jahrhundert errichtet, bildete der Turm das östliche Ende der Stadtmauer und diente als Teil ihrer Verteidigung. Auch sein spitzes Dach prägt die Silhouette am Rhein. Eine Erklärung verbindet den Namen Messerturm mit seiner Form und seiner Lage im Fluss, doch lokale Legenden erzählen eine viel dunklere Geschichte. Eine Überlieferung nennt den oberen Raum als Ort für Verhöre, Folter und hohe Gerichtsbarkeit. Dort soll eine Falltür in einen Messerschacht geführt haben. Diese drastische Erzählung gehört zur Rheinfelder Überlieferung und erklärt die besondere Wirkung des Turms. Der Messerturm ist nicht öffentlich zugänglich, bleibt aber von der Umgebung aus sichtbar. Vom Känzeli bei der Johanniterkapelle ist der Messerturm zu sehen, Modelle stehen im Fricktaler Museum. Zusammen mit Mauer und Türmen schützte er den Zugang entlang des Rheins. Der Bau verbindet damit eine auffällige Architektur mit der Geschichte der Rheinfelder Stadtbefestigung.
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