St. Oswald
St. Oswald steht in Deutschland und verbindet einen hohen, schlanken Chor mit einem stillen Kirchenraum. Die gotische Bauform erinnert an die ältere Dominikanerkirche in der Nähe. Um 1300 gründeten zwei wohlhabende Bürger ein Hospital und eine Unterkunft für zwölf Frauen, die Karmeliten betreuten. Ihre Wappen erscheinen bis heute an den nördlichen Strebepfeilern.
Im Inneren treffen barocker Stuck, bemalte Decken und ein reich gestalteter Altar aufeinander. Das große Altargemälde von Isaac Schwendter zeigt die Kreuzigung vor einem dunklen Himmel. Bilder aus dem Alten und Neuen Testament verbinden sich mit einem Stuckengel, der auf eine aufgeschlagene Bibel weist. Eine 1750 gebaute und restaurierte Orgel erfüllt den Raum bei Gottesdiensten und Konzerten mit Musik. Seit 2006 gehört die Kirche zum UNESCO-Welterbe und bewahrt Spuren von Fürsorge, Glauben und bürgerlichem Wandel.
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