St. Matthäus
St. Matthäus steht als evangelische Kirche der Nachkriegszeit in Deutschland unter einem markanten, zeltartigen Dach. Adolf Abel entwarf den Bau für eine wachsende evangelische Gemeinde. Das Ensemble vereint Kirche, Gemeinderäume, Kindergarten und Wohnungen unter einem weit ausgreifenden, zeltartigen Dach. Nur der schlanke Glockenturm überragt diese gemeinsame Silhouette.
Im Inneren erweitern Schiebewände den Kirchenraum, während eine geschwungene, stützenfreie Empore dem asymmetrischen Grundriss folgt. Die Südausrichtung bringt Morgenlicht durch raumhohe farbige Fenster. Altar, Kanzel und Taufstein tragen Wallenfelser Marmor, ergänzt durch eine Messingarbeit und ein farbiges Enkaustik-Gemälde. Die Messingarbeit zeigt den schreibenden Evangelisten Matthäus. Das Gemälde an der Altarrückwand stellt die Bergpredigt dar und ergänzt den sakralen Raum.
Eine mechanische Orgel von 1955 besitzt sichtbare Pfeifen. Ihr Klang orientiert sich an der Barocktradition und verbindet die technische Konstruktion mit musikalischer Präsenz. Drei bronzene Glocken tragen Botschaften von Frieden und Hoffnung. Die Architektur verbindet ihre ursprüngliche Gestaltung mit Heizung und Solarstrom als zeitgemäßer Energietechnik. Der Zugang zu St. Matthäus ist rollstuhlgerecht gestaltet.
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