Spitalkirche St. Katharinen
Die Spitalkirche St. Katharinen überrascht mit einem seltenen sechseckigen Grundriss und einem zentralen Kirchenraum. Von außen wirkt das Bauwerk beinahe unscheinbar. Im Inneren formen Säulen den ungewöhnlichen Mittelteil und lenken den Blick auf die hochgotische Gestaltung. Ihre Kapitelle tragen dicht geschnitztes, kraus geschwungenes Laubwerk.
Der zentrale Bau entstand im späten dreizehnten Jahrhundert als Begräbniskapelle des Patriziers Heinrich Zant. Damit birgt die Kirche eines der ältesten Patriziermausoleen der Region. Als geistliches Zentrum gehört sie zum fast achthundert Jahre alten St. Katharinenspital. Dort verbinden sich Kirche, Hospital und weitere Einrichtungen mit einer langen Geschichte von Glauben und Wohltätigkeit.
Segensfeiern und Frauengottesdienste geben dem Raum weiterhin eine lebendige gemeinschaftliche Funktion. Einen sichtbaren Akzent setzte die Weihe des neuen Volksaltars im Jahr 2019. Besonders eindrücklich bleibt der Blick nach oben, wo jedes Kapitell ein eigenes Blattwerk aus Stein zeigt.
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