Peterskirchlein
Das Peterskirchlein ist eine schlichte klassizistische Kapelle zwischen Grünanlagen, Straßenverkehr und dem städtischen Umfeld von Regensburg.
Bischof Georg Michael Wittmann ließ sie 1806 errichten.
Die Kapelle gehörte zum ersten katholischen Friedhof außerhalb der alten Stadtmauern und erhielt 1821 ihre heutige Gestalt.
Ein Langhaus, ein eingezogener Chor und ein Westturm prägen den Bau.
Felicitas von Neuenstein, die letzte Fürstäbtissin des Obermünsterstifts, unterstützte die Fertigstellung finanziell.
Zwei Tafeln schmücken die Westfassade.
Die obere Tafel erinnert an Wittmann, dessen Herz im Peterskirchlein beigesetzt ist, während die untere Johannes Kepler gewidmet ist.
Keplers nahegelegenes Grab ging während des Dreißigjährigen Krieges verloren.
Auch der ursprüngliche protestantische Friedhof verschwand, als sich Straßen, Grünanlagen und ein viel genutzter Bahnhof ausbreiteten.
Heute nutzt die bulgarisch-orthodoxe Gemeinde das Kirchlein für Gottesdienste.
Der Ort verbindet sakrale Geschichte mit sichtbarem Stadtwandel und Debatten über Erinnerung, Nutzung und seine Zukunft.
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