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Villa Francke

Die Villa Francke in Potsdam entstand zwischen 1873 und 1874 als Sommerresidenz für den Berliner Holzhändler Carl Francke. Der Hofarchitekt Reinhold Persius entwarf das Gebäude im historistischen Dresdner Villenstil. Ein monumentales Portal und Anklänge an die italienische Renaissance prägen die architektonische Gestaltung der geschützten Villa. Peter Behrens modernisierte die Villa im Jahr 1911 behutsam. Hinter dem Gebäude ergänzte er eine Tennisanlage, während die historische Substanz der Villa weitgehend erhalten blieb. Zum Anwesen gehört ein 1,3 Hektar großer Park. Die geplante Wiederherstellung des Gartendenkmals umfasst ein Rondell, einen Brunnen und einen Obstgarten. Die Villa besitzt eine Nutzfläche von 720 Quadratmetern. Erhaltene Marmorkamine, Stuckdecken und eingelegte Parkettböden zeigen die Qualität ihrer historischen Innenausstattung. Während der DDR-Zeit diente sie als Labor eines russischen Militärkrankenhauses. Im Gebäude fanden außerdem Ausstellungen statt, und Filmproduktionen nutzten die Räume für ihre Aufnahmen. Zu den Produktionen zählen RTLs „Der Bachelor“ und die Serie „Deutschland 89“. Ein unterirdischer Bau soll die Villa zum Kunstmuseum erweitern, doch die entsprechenden Pläne verzögerten sich. Archäologen begleiten dabei die Erhaltung historischer Elemente.

Stadt
Potsdam
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