Schloss Sanssouci
Schloss Sanssouci steht in Potsdam und gehört zu den bedeutenden Bauwerken der preußischen Rokokoarchitektur. Friedrich der Große ließ das Schloss als Sommerresidenz errichten. Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff entwarf den Bau, den Jan Bouman nach einem Streit vollendete. Der Name Sanssouci bedeutet auf Französisch „ohne Sorgen“. Das einstöckige Gebäude liegt auf einem terrassierten Hügel und öffnet sich zu weitläufigen Gärten mit Tempeln und Staffagebauten. Eine große Kuppel prägt den zentralen Mittelbau des Schlosses. Die Gartenfassade zeigt geschnitzte Atlanten und Karyatiden, während die Nordseite mit korinthischen Säulen zurückhaltender wirkt. Friedrich bevorzugte das leichte, spielerische Rokoko, das hier als Friderizianisches Rokoko bekannt wurde. Das Schloss diente dem König und seinen Gästen als privater Rückzugsort im Sommer. Spätere Umbauten veränderten das Innere im neoklassizistischen Stil. Sanssouci und seine Gärten bilden ein UNESCO-Welterbe und erzählen von preußischer Hofkultur, Naturgestaltung und wechselnden Architekturvorstellungen. Im weitläufigen Park steht außerdem das später errichtete Neue Palais. Ein Grab Friedrichs liegt mit Blick auf die Gärten. Die Geschichte des Ortes verbindet königliche Lebensführung, Gartenkunst und die Entwicklung preußischer Architektur.
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