Nikolaisaal
Der Nikolaisaal in Potsdam verbindet Konzertbetrieb, Veranstaltungsräume und eine Baugeschichte mit barocken sowie modernen Elementen. Sein Vorderhaus bewahrt die barocke Erscheinung des früheren Wohnhauses. Die evangelische Nikolaigemeinde errichtete dort einen Gemeindesaal, der 1909 in Anwesenheit von Kaiserin Auguste Viktoria eröffnet wurde. Ein ehemaliges Kirchenportal führt in das säulenreiche Foyer mit kleinem Café. Der Konzertsaal besitzt einen eigenen Eingang an der Ostseite und verbindet klare Sicht mit ausgearbeiteter Akustik. Wellendecken und geschwungene Wände prägen den Innenraum des Konzertsaals. Gips-Schalldiffusoren unterstützen die Akustik, während moderne Fassadenelemente an Musikinstrumente erinnern und Probenräume ergänzen. Fast jeder Sitz bietet gute Sicht auf die Bühne. Schwere Kriegsschäden, Reparaturen und mehrere Umbauten prägten den Weg vom Gemeindesaal zum modernen Kulturort. Der Architekt Rudy Ricciotti leitete die umfassende Erneuerung des Hauses. Heute finden im Nikolaisaal Konzerte, Lesungen und Kabarettveranstaltungen für unterschiedliche Altersgruppen statt. Der Ort ist rollstuhlgerecht zugänglich. Die gute Akustik machte den Saal außerdem für den Potsdamer Rundfunk zu einem geeigneten Aufnahmeort.
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