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Königliches Landhaus

Das Königliche Landhaus steht in Potsdam auf dem Kapellenberg und verbindet eine schlichte Fassade mit königlicher Geschichte. Die nahe Alexander-Newski-Kapelle erklärt seinen ursprünglichen Zweck.

Das Blockhaus entstand für den Küster der russisch-orthodoxen Kapelle und wurde später als königliche Residenz genutzt. König Friedrich Wilhelm III. veranstaltete dort Teegesellschaften im zweiten Stock.

Bei diesen Zusammenkünften fanden sich manchmal bis zu vierzig Personen ein, während die königlichen Räume schlicht eingerichtet blieben. Ein Samowar aus Tula setzte einen besonderen Akzent.

Berliner Tisch- und Teeservices aus der königlichen Porzellanmanufaktur ergänzten die wenigen kostbaren Gegenstände im Haus. Nikolaus I. schenkte ein Porzellanservice mit Goldmalerei, Malachitgrund und Szenen aus dem Landleben.

Die Fassade erinnert an einfache deutsche und russische Bauernkonstruktionen. Dadurch wirkt das Gebäude ländlich, obwohl seine Räume königliche Gäste und russische Geschenke bewahrten.

Ein kleines Denkmal für Zar Alexander I. steht seit Friedrich Wilhelms Zeit am Landhaus. Das Denkmal ist einen Meter hoch.

Das Königliche Landhaus macht in Potsdam eine Verbindung aus Blockhaus, Teekultur, Porzellan und russisch-preußischer Geschichte sichtbar.

Stadt
Potsdam
Aktualisiert

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