Kellertorwache
Die Kellertorwache in Potsdam erinnert an ein historisches Stadttor und den östlichen Wasserzugang der Stadt.
Ihr Name verweist auf die Kellerstraße in Potsdam. Friedrich Wilhelm II. lässt 1788 ein Ensemble aus Tor, Brücke und Kanal anlegen. Das Wachhaus zeigt frühklassizistische Architektur und spätbarocke Dekorationen. Seine Gestaltung orientiert sich am Musikpavillon der Madame du Barry nahe Paris. Am Wasser erhebt ein königlicher Steuerbeamter Abgaben auf Waren. Nach dem Ende dieser Zölle bleibt die Anlage bis 1909 ein Ort für weitere Steuern. Der Zweite Weltkrieg beschädigt das Bauwerk, später verschwindet der erhaltene Portikus. Die Wasserlage erklärt die frühere Verbindung zwischen Stadttor, Warenverkehr und königlicher Verwaltung. Das Wachhaus entsteht vermutlich nach Plänen von Georg Christian Unger. 2015 verbindet die Stadt den Grundstücksverkauf mit der Rekonstruktion im ursprünglichen Maßstab. 2017 steht das Gebäude wieder als Wohnhaus. Ein öffentlich zugänglicher Park am Flussufer ergänzt den historischen Ort. Der Kanal und die Brücke prägen gemeinsam mit dem Tor das frühere Stadtbild.
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