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Flatowturm

Der Flatowturm steht im Babelsberger Park in Potsdam und verbindet einen runden Aussichtsturm mit einem schlossartigen Haus. Der neugotische Bau ragt 46 Meter in die Höhe. Heinrich Strack entwarf ihn nach dem Vorbild des mittelalterlichen Eschenheimer Tors in Frankfurt am Main. Ein sternförmiger Wassergraben umschließt die Anlage.

Prinz Wilhelm gab den Bau in Auftrag, nachdem eine Windmühle am selben Ort 1848 abgebrannt war. Zwischen 1853 und 1856 entstand der Turm, finanziert durch das Flatow-Anwesen in Westpreußen. Die Räume dienten als Aussichtspunkt, Gästeapartment und Aufbewahrungsort für Kunst und historische Gegenstände von Wilhelm und Augusta. Kriegsschäden, Plünderungen und Vandalismus prägten die spätere Geschichte, bevor die Restaurierung 1986 endete.

Vier kleine Türmchen krönen den Bau, dessen Aussichtsgang an eine mittelalterliche Wehrmauer erinnert. Im Inneren bewahren der frühere Pumpenraum und das Arbeitszimmer konkrete Spuren der ursprünglichen Nutzung. Von oben reicht der Panoramablick über den Babelsberger Park bis zum Belvedere auf dem Pfingstberg und zum Marmorpalais im Neuen Garten.

Stadt
Potsdam
Aktualisiert

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