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Bittschriftenlinde

Die Bittschriftenlinde steht in Potsdam an der südlichen Ecke des Stadtschlosses und verbindet einen Baum mit preußischer Geschichte. Hier reichten Menschen Bittschriften an die preußischen Könige ein.

Der ursprüngliche Baum war die letzte der Kaiser-Linden, die zur Zeit des Großen Kurfürsten nahe dem Stadtschloss gepflanzt wurden. Friedrich der Große konnte die Linde von seinem Büro aus sehen. Im Laufe der Zeit befestigten Bittsteller ihre Anliegen an den Ästen und machten den Baum zum Mittelpunkt ihrer Eingaben. Die ursprüngliche Linde überstand den Zweiten Weltkrieg. Im Januar des Jahres 1949 wurde die ursprüngliche Bittschriftenlinde schließlich gefällt.

1993 pflanzte man am historischen Standort eine neue Linde zur Erinnerung an das tausendjährige Bestehen Potsdams. Während großer Bauarbeiten stand sie zeitweise in einer Baumschule. Im November 2015 kehrte der Baum an seinen ursprünglichen Platz an der südlichen Stadtschlossecke zurück. Ein Schild neben der Linde erklärt ihre Geschichte und zeigt einen QR-Code. Sein QR-Code verbindet die historische Bittschrift mit einer digitalen Einreichung beim Petitionsausschuss des Brandenburger Landtags. Die Bittschriftenlinde steht damit für die Stimme der Bevölkerung und die lange Potsdamer Tradition des Petitionswesens.

Stadt
Potsdam
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