Belvedere auf dem Pfingstberg
Das Belvedere auf dem Pfingstberg steht auf dem Gipfel des Pfingstbergs in Potsdam und verbindet Schlossbau mit Aussicht. Zwei Türme ragen über ein hohes Podium und rahmen einen dreiseitigen Hof mit zentralem Spiegelbecken. Kolonnaden, korinthische Details und Rundbögen prägen die Terrassen unter den Aussichtsebenen.
König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen gab den Bau in Auftrag, der zwischen 1847 und 1863 entstand. Die Türme folgen der italienischen Renaissance, während Flügel und Dekor römische sowie griechische Einflüsse zeigen. Peter Joseph Lenné legte die Anlage als englischen Landschaftsgarten mit geschwungenen Wegen und dichten Laubbaumgruppen an. Nach dem Verfall im Zweiten Weltkrieg und der Aufgabe in der DDR begann 1988 eine Restaurierung, die 2005 endete. Der Förderverein Pfingstberg e.V. leitete sie mit Unterstützung der Hermann Reemtsma Stiftung und Werner Otto.
Eine schmale eiserne Wendeltreppe führt nach oben, wo die besten Ausblicke über Potsdam warten. Die dichte Bepflanzung verbirgt das Bauwerk vom Park aus, genau wie Lenné es vorgesehen hatte. Heute gehört es zum UNESCO-Welterbe Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin und dient auch kulturellen Veranstaltungen.
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