Petrikirche
Die Petrikirche steht in Petershagen als dreischiffige, vierjochige Hallenkirche aus Porta-Sandstein. Der Bau entstand zwischen 1615 und 1618 im Stil der Renaissance mit gotischen Elementen. Das Vorbild war die Bückeburger Stadtkirche, deren aufwendige Renaissancefassade hier jedoch fehlt.
Im westlichen Joch des Mittelschiffs erhebt sich ein Turm mit Welscher Kuppel von 1732. Im Inneren tragen achteckige Pfeiler und Konsolen Kreuzrippengewölbe mit Schlusssteinen. Rundbogige, meist dreiteilige Maßwerkfenster prägen das Kirchenschiff, während der Turm flachbogige Fenster besitzt. Nach dem Brand von 1553 entstand der heutige Bau an der Stelle einer Kirche aus der Zeit um 1360. Nach dem Westfälischen Frieden von 1648 diente er als Hauptkirche am Sitz des Bischofs und später der brandenburgischen Verwaltung.
Zur Ausstattung gehören ein achteckiges Renaissance-Taufbecken aus der Schlosskapelle, ein Epitaph aus dem 16. Jahrhundert und zwei Bronzekronleuchter. Einer der Kronleuchter trägt die Jahreszahl 1647. An der Westseite sitzt über dem rundbogigen Portal ein zugemauertes Rundfenster mit drehenden Fischblasen. Besonders verbunden bleibt das steinerne Epitaph für Engelbart von Bessel und Johanna von Schaumburg, Vorfahren des Astronomen Friedrich Wilhelm Bessel.
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