Burgruine Hals
Burgruine Hals liegt im Passauer Stadtteil Hals auf einem schmalen Felsrücken über dem Ort. Von dort blickst du auf eine enge Schleife der Ilz. Die mittelalterliche Spornburg steht über einer Schlucht, unterhalb erstrecken sich Naturschutzgebiet und Wege. Der Felsgrat verbindet Geschichte mit weiten Ausblicken über die Schlucht.
Die Herren von Hals erscheinen erstmals 1072 in Urkunden, 1190 übernahm die Familie Kamm aus Ortenburg die Burg. 1280 erhob Rudolf von Habsburg Albrecht von Kamm zum Grafen. Die Grafen kontrollierten Gebiete bis zur böhmischen Grenze, Handelswege wie den Goldenen Steig sowie Holzflößerei und Perlenfischerei. Auch die Münzen „Böse Halser“ aus der Schinderlingszeit entstanden hier. Ein Brand beschädigte die Anlage 1622, 1741 wurde sie im Österreichischen Erbfolgekrieg abgetragen. Im Jahr 1810 stürzten die restlichen Mauern ein.
Die privaten Ruinen lassen sich im Rahmen einer Führung besichtigen. Manche Bereiche bleiben für Besucher eingeschränkt zugänglich. Rund 750 Meter nordwestlich liegt die Vorburg Burg Reschenstein, während auf dem Burghügel die seltene Sambucus-Schwertlilie wächst. Die Iris sambucina setzt einen besonderen Akzent.
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