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Alte Residenz

Die Alte Residenz steht in Passaus Altstadt direkt gegenüber dem Dom und bildet einen Schlosskomplex. Romanische und barocke Formen prägen das Bauwerk bis heute. Der älteste sichtbare Teil ist ein Portal von 1180, während der heutige Bestand vor allem zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert entstand.

Vom späten 11. Jahrhundert bis ins frühe 18. Jahrhundert residierten hier die Passauer Fürstbischöfe. Nach ihrem Umzug in die Neue Residenz 1750 folgten Verwaltungsnutzungen, seit 1879 befindet sich im Zengerhof das Landgericht Passau. Stadtbrände führten wiederholt zu Erweiterungen und Umbauten. Leonard Uttner und Christoforo Canevale prägten mit ihren Erweiterungen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts das Erscheinungsbild.

Im Inneren fallen Stuckdecken der Carlone-Schule von 1685 und Giovanni Battista d’Allio von 1720 auf. Fünf repräsentative Räume aus dem 18. Jahrhundert, die obere Hofkapelle und das Indische Gitterzimmer liegen im zweiten Obergeschoss. Die ehemalige Hofkapelle besitzt ein Portal von Balthasar Vecchio aus dem Jahr 1693 und dient heute als Sitzungssaal. Der Saalbau verbindet die Residenz mit der Neuen Residenz, während das dortige Museum die Geschichte des Bistums Passau vermittelt. Vor dem Komplex steht auf dem Residenzplatz der Wittelsbacher Brunnen.

Stadt
Passau
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