Temple de l'Oratoire du Louvre
Der Temple de l'Oratoire du Louvre steht in Paris an der Rue Saint-Honoré und verbindet mehrere Baustile. Seine neoklassizistische Fassade trifft auf barocke Formen an der Apsis. Im Inneren prägen klassische Säulen und Pilaster das Kirchenschiff. Dadurch erhält der Raum eine sichtbare Verbindung zwischen Barock und Neoklassizismus.
Kardinal Pierre de Bérulle gründete das Gotteshaus 1611 als katholische Kirche für das Oratorium Jesu. König Ludwig XIII. unterstützte den Bau, dessen erster Stein 1621 durch Hercule, Herzog von Montbazon, gelegt wurde. Finanzielle Schwierigkeiten stoppten die Arbeiten 1625, bevor Pierre Caqué sie im 18. Jahrhundert fortsetzte. Die Weihe folgte 1750, nachdem das Kirchenschiff vollendet und die neoklassizistische Fassade ergänzt worden war.
Während der Französischen Revolution diente das Gebäude als Versammlungsraum und Lager, bevor Napoleon es 1811 einer protestantischen Gemeinde übergab. Heute gehört es zur Vereinigten Protestantischen Kirche Frankreichs und steht für religiösen Liberalismus. Eine restaurierte große Orgel von 1898 und die Statue des Hugenottenführers Gaspard de Coligny setzen im Inneren besondere Akzente.
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