Panthéon
Das Panthéon steht im fünften Arrondissement von Paris, mitten im Quartier Latin, auf der Montagne Sainte-Geneviève. Seine markante Kuppel prägt die Place du Panthéon. Jacques-Germain Soufflot entwarf das neoklassizistische Bauwerk im Auftrag König Ludwigs XV. Der Bau begann 1758 und endete 1790. Ursprünglich sollte das Gebäude eine Kirche zu Ehren der heiligen Genoveva werden. Die Französische Revolution verwandelte die fast fertige Kirche 1791 in einen Nationaltempel. Seit 1881 dient das Panthéon ausschließlich als Mausoleum. Die Krypta bewahrt die Ruhestätten bedeutender französischer Persönlichkeiten. Victor Hugo erhielt dort 1885 seine letzte Ruhestätte. Honoré Gabriel Riqueti, comte de Mirabeau, wurde zuerst geehrt, später aber wieder entfernt.
Die Architektur verbindet einen monumentalen Portikus mit einer Kuppel nach dem Vorbild von Bramantes Tempietto. Drei ineinanderliegende Kuppeln bilden den oberen Abschluss des Gebäudes. Léon Foucault demonstrierte hier 1851 die Erdrotation mit einem von der Decke hängenden Pendel. Eine Kopie dieses Pendels ist weiterhin sichtbar. Das Gebäude misst 110 Meter in der Länge, 84 Meter in der Breite und 83 Meter in der Höhe. Seine wechselnde Nutzung spiegelt politische Umbrüche von der Französischen Revolution bis zur Dritten Republik. Das Panthéon ist rollstuhlgerecht zugänglich.
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