Palais d'Iéna
Das Palais d'Iéna steht in Paris und zeigt Auguste Perrets Architektur der späten dreißiger Jahre. Seine Räume entstanden ursprünglich für die Weltausstellung 1937. Der Bau sollte ein Museum für öffentliche Arbeiten aufnehmen. Ein Halbrund mit dreihundert Sitzen liegt unter einer Doppelkuppe, daneben führt eine monumentale Hufeisentreppe durch das Gebäude.
Der Zweite Weltkrieg verzögerte die Arbeiten, sodass die Rotunde erst 1943 vollendet wurde. Das Museum öffnete 1939, schloss aber 1955 wegen ausbleibender Besucher. In den fünfziger und sechziger Jahren nahm das Haus neue institutionelle Funktionen auf. Zeitweise tagte dort die Versammlung der Französischen Union, bevor 1960 der französische Wirtschafts-, Sozial- und Umweltrat einzog. Bis 2011 nutzte außerdem die Versammlung der Westeuropäischen Union die Räume als Sitz.
Die Rotunde und der Flügel an der Avenue d’Iéna stehen seit 1993 unter Denkmalschutz. Führungen machen Architektur und Geschichte zugänglich, während Veranstaltungen sowie Film- und Fernsehproduktionen den Ort weiter nutzen. Besonders bleibt das Halbrund mit seinen dreihundert Sitzen unter der doppelten Kuppel.
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