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Palais Bourbon

Das Palais Bourbon steht im siebten Arrondissement von Paris am linken Ufer der Seine, gegenüber der Place de la Concorde. Heute tagt dort die Nationalversammlung, die untere Kammer des französischen Parlaments. Louise Françoise de Bourbon ließ den Bau ab 1722 als Landresidenz mit Gärten nach dem Vorbild des Grand Trianon errichten. Lorenzo Giardini, Pierre Cailleteau, Jean Aubert und Jacques Gabriel vollendeten ihn 1728. Die ursprüngliche Anlage bildete ein U mit einem zur Seine parallelen Hauptbau und zwei Flügeln um den Innenhof. Ihre Fassade zeigte Jahreszeiten, Elemente und Apollo zu Ehren des Sonnenkönigs.

Während der Französischen Revolution wurde der Palast verstaatlicht und beherbergte von 1795 bis 1799 den Rat der Fünfhundert. Dafür entstand eine halbkreisförmige Kammer mit klassisch-römischen Gestaltungselementen. Napoleon ließ 1806 von Bernard Poyet eine neoklassizistische Fassade hinzufügen, die sich an der Madeleine auf der anderen Seite der Seine orientiert. Zum westlichen Komplex gehört das Hôtel de Lassay, das als offizieller Wohnsitz des Präsidenten der Nationalversammlung dient. Die Sitzungskammer hatte allerdings eine schlechte Akustik.

Stadt
Paris
Aktualisiert

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