Jules Ferry
Das Denkmal für Jules Ferry steht als steinerne Skulptur im Tuileriengarten nahe dem Louvre in Paris. Der französische Bildhauer Gustave Michel schuf das Werk 1910. Im Zentrum steht Ferry an einem Rednerpult, das seine Rolle als Staatsmann und Redner sichtbar macht. Der Ort ist für Menschen im Rollstuhl zugänglich.
Unter der Rednerfigur legt eine Frau ihre Hände auf ein Kind, während eine zweite Frau sitzt. Die sitzende Frau richtet ihren Blick in die Ferne. Die Gruppe verweist auf Ferrys Einsatz für Bildung und den Laizismus, der Kirche und Staat trennt. Seine Gesetze machten Bildung in Frankreich kostenlos, verpflichtend und weltlich. Sie bezogen sowohl Jungen als auch Mädchen ein. Ferry war während der Dritten Republik der vierundvierzigste und neunundvierzigste Premierminister Frankreichs. Auch seine kolonialen Positionen blieben politisch umstritten. Sein Streben nach einer einheitlichen französischen Sprache ließ mehrere Regionalsprachen zurückgehen. In ihren Händen bleibt ein geschlossenes Buch sichtbar.
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