Hôtel Lebrun
Hôtel Lebrun steht in Paris als historisches Herrenhaus aus dem frühen achtzehnten Jahrhundert. Vier Fassaden umgeben den Bau, eine damalige Seltenheit in der französischen Hauptstadt. Hof und Garten zeigen schlichte Flächen mit monumentalen, von Anselm Flamen gestalteten Giebeln.
Die Geschichte beginnt 1651, als der Maler Charles Le Brun das Grundstück erwirbt. Nach seinem Tod beauftragt sein Neffe Charles II Le Brun den Architekten Germain Boffrand. Nicolas Saint-Denis führt den Bau 1717 als verantwortlicher Maurer aus. Antoine Watteau bewohnt das Haus 1718 und 1719. Zwischen 1720 und 1726 lebt dort der Kupferstecher Edme Jeaurat, später folgt 1766 Georges-Louis Leclerc de Buffon.
1955 erhält das Herrenhaus den Status eines historischen Denkmals, bevor Umbauten das Umfeld stark verändern. Eine Restaurierung ergänzt in den 1990er-Jahren ein Tor im Stil Louis XV. Die große Treppe bewahrt ein schmiedeeisernes Geländer von Cafin. Seit 2024 entstehen hier immersive Theatererlebnisse wie La Belle et La Bête und La véritable histoire du Père Noël. Die besondere räumliche Wirkung verdankt sich dem großzügigen Grundstück, das Boffrand einen ungewöhnlich freien Innenhof ermöglicht.
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