Hôtel Gaillard
Das Hôtel Gaillard steht in Paris als neugotisches Herrenhaus mit Anklängen an die französische Renaissance. Jules Février errichtete es zwischen 1878 und 1882. Émile Gaillard, Bankier und Kunstsammler, ließ den Bau als Wohnsitz für seine umfangreiche Sammlung mittelalterlicher und Renaissancekunst schaffen. Vorbilder fand er im Château de Blois und im Château de Gien im Loiretal.
1885 füllte ein Kostümball die Räume mit mehr als 2.000 Gästen. Nach Gaillards Tod 1902 ging das Gebäude 1919 an die Banque de France. Alphonse Defrasse leitete die Umbauten und bewahrte dabei einen großen Teil des ursprünglichen Charakters.
Seit 2019 beherbergt der Bau die Cité de l’économie et de la monnaie, ein Museum zur Geschichte und Vermittlung wirtschaftlicher Zusammenhänge. Mittelalterliche Kunst, Bankgeschichte und neugotische Architektur treffen hier unter einem Dach aufeinander. Besonders eindrucksvoll bleibt der Kontrast zwischen den festlichen Sälen und der heutigen Beschäftigung mit Geld und Wirtschaft.
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