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Hôtel de Trudon

Das Hôtel de Trudon steht in Paris als Hôtel particulier aus dem 18. Jahrhundert. Seine Fassade gliedern vier Achsen mit geformten Rundbogenfenstern und reichem Skulpturenschmuck. Ein schmiedeeiserner Balkon zieht sich über das erste Stockwerk. Kartuschen, Blumengirlanden und kunstvoll gearbeitete Konsolen prägen dieses auffällige Detail.

Der Bau entstand 1717 für André Eynaud, einen Weinhändler des Königs, nach Plänen von Pierre François Godot. Später erwarb François Trudon das Haus. Damit verbindet sich der Ort mit einer Familie, deren Pariser Geschäft 1643 in der Rue Saint-Honoré begann und Lebensmittel sowie Kerzen verkaufte. Unter Ludwig XIV. entstand daraus eine Wachsmanufaktur mit Bienenwachs. Unter Ludwig XV. belieferte die Familie den königlichen Hof und zahlreiche Kirchen in Frankreich.

Jérôme Trudon übernahm 1737 die Königliche Wachsmanufaktur in Antony südlich von Paris. Aus dieser handwerklichen Tradition entwickelte sich 2007 Cire Trudon. Duftkerzen gehören seither zum Geschäft, während Kirchen weiterhin Kerzen erhalten. An der Fassade bleibt besonders der Balkon mit seinen floral verzierten Trägern im Gedächtnis.

Stadt
Paris
Aktualisiert

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