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Église Saint-Jean de Montmartre

Die Église Saint-Jean de Montmartre steht am Fuß des Montmartre im 18. Arrondissement von Paris und ist eine römisch-katholische Pfarrkirche.

Ihre Fassade verbindet rote Ziegel mit keramischen Fliesen. Anatole de Baudot entwarf den Bau, der zwischen 1894 und 1904 als erstes religiöses Gebäude Frankreichs aus Stahlbeton entstand. Dadurch erhielt die Kirche dünnere Wände und gewölbte Decken. Der neuartige Baustoff stieß auf Widerstand, verursachte einen Baustopp und führte zu einer Klage wegen städtebaulicher Vorschriften. Technische Vorführungen und Modelle überzeugten Skeptiker von der Stabilität und ermöglichten die Fortsetzung der Arbeiten. Im Jahr 1904 wurde sie schließlich feierlich geweiht. Im Jahr 2014 erfolgte die Einstufung als historisches Denkmal.

Im Inneren zeigt das zentrale Fenster über dem Altar Léon Tournels Kreuzigung, während dreieckige Fenster die Litaneien der Jungfrau darstellen. Pierre Roches mosaikgeschmückter Hauptaltar trägt Bronzemedaillons mit den Attributen der Evangelisten. Eine ursprünglich von Cavaillé-Coll gebaute Orgel ergänzt diese Ausstattung. Ihre roten Ziegel erklären den bekannten Beinamen Saint-Jean-des-Briques.

Stadt
Paris
Aktualisiert

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