Église Saint-Jean-Baptiste de Belleville
Die Église Saint-Jean-Baptiste de Belleville steht in Paris und gehört zu den frühen Beispielen neugotischer Architektur der Stadt. Jean-Baptiste Antoine Lassus entwarf sie mit zwei spitz bekrönten Glockentürmen. Die Türme ragen 57 Meter hoch, während die Fassade Johannes dem Täufer gewidmet ist. Im Inneren siehst du ein Langhaus mit fünf Jochen, zwei Seitenschiffen und acht Seitenkapellen.
Zwischen 1854 und 1859 entstand der Bau nach Lassus’ Studien mittelalterlicher Architektur und seiner Arbeit an Sainte-Chapelle und Notre-Dame. Ein Querschiff, ein Chor und ein Umgang führen zu sieben weiteren Kapellen. Aimé-Napoléon Perrey schuf die skulptierten Schmuckformen, Auguste de Martel fertigte die Glasfenster nach Entwürfen von Louis Steinheil. Die Fenster erzählen Szenen aus dem Alten Testament und dem Leben Johannes des Täufers, während Henri Guérins Chorfenster die Passion und Auferstehung Christi zeigen.
Eine Orgel aus dem Jahr 1859 und ein Taufbecken ergänzen die Ausstattung. Licht und Perspektive prägen den Raum und verbinden Architektur, Bildprogramm und religiöse Themen.
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