Sagstua
Sagstua steht in Oslo direkt am Sagdammen und trägt mancherorts auch den Namen Sagløkka. Das Häuschen war ursprünglich eine Katenwohnung des Hofes Skullerud, daneben betrieb man hier ein Sägewerk. Wasserkraft entschied über den Standort: Der Damm lieferte genug Energie, um die Säge anzutreiben. In Norwegen standen viele solcher Betriebe an Flüssen und Seen, bevor Elektrizität verbreitet war.
Die Sägemühle auf der Westseite bestand bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, zusammen mit mehreren Nebengebäuden. Danach trug man die meisten ab, wie es mit alten Industrieanlagen in der wachsenden Stadt üblich war. Nur das Häuschen blieb, und selbst das brannte 1999 nieder. Anfang der 2000er Jahre errichtete man einen Nachbau, der dem alten Haus nachempfunden ist. Heute gehört das Haus dem Umweltprojekt Ljanselva, das sich um den Fluss und die umliegende Natur kümmert. Es dient als Basis für Treffen, Workshops und Aktivitäten, die Menschen mit Fluss und Umwelt vertraut machen.
Die Gegend zieht Spaziergänger an, die Natur und Geschichte zugleich suchen. Südlich des Hauses lohnt ein Blick auf den Damm: Man hat ihn nach dem Vorbild des 19. Jahrhunderts rekonstruiert. An ihm erkennst du, wie der Platz aussah, als hier noch gesägt wurde.
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