Walburgiskapelle
Die Walburgiskapelle steht auf dem Gelände der Kaiserburg in Nürnberg und gehört zur Kategorie Architektur. Ihre Geschichte begann dort mit katholischen Militärgottesdiensten. Im Juni 1858 ersuchte ein Generalleutnant das Bamberger Ordinariat um die Erlaubnis für katholische Militärgottesdienste. König Maximilian II genehmigte die Kapelle noch im selben Jahr. Die Militärverwaltung stellte zunächst eine einfache Ausstattung bereit, während Hermann Stärk später eine Kreuzigungsgruppe für den Altar entwarf. Mehrere Ölgemälde ergänzen die Ausstattung der Kapelle. Zwei Buntglasfenster zeigen St. Walburgis und St. Margarethe nach Entwürfen von Professor Wanderers. Die Einweihung der Kapelle erfolgte im November 1859. Nach dem Umzug des Militärs zur Deutschhauskaserne 1864 wechselten die Gottesdienste überwiegend in die nahegelegene Frauenkirche. Eine frühe Sonntagsmesse blieb am alten Standort erhalten.
Seit 1887 gehört die Kapelle gemeinsam mit Frauenkirche und St. Klara zur katholischen Gemeinde Unserer Lieben Frau. Der Zweite Weltkrieg beschädigte den kleinen Bau schwer. Der Wiederaufbau dauerte von 1967 bis 1969 und führte am 2. Januar 1970 zur Wiedereinweihung. Eine umfassende Renovierung des Gebäudes folgte im Jahr 2011. Die Walburgiskapelle verbindet Kaiserburg, Militärgeschichte, katholische Gemeindearbeit und sichtbare Ausstattungsdetails.
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