Narrenschiff
Das Narrenschiff steht in Nürnberg als bronzene Skulptur von Jürgen Weber und zeigt ein Schiff voller ausdrucksstarker Figuren. Adam und Eva gehören zu den sichtbaren Gestalten.
Jürgen Weber schuf das Werk zwischen 1984 und 1987 zunächst als Brunnen, dessen Wasser über Kanten und durch Figuren fließen sollte. Der Stadtrat ließ das Wasserelement jedoch weg. Die Gestaltung greift Sebastian Brants satirische Allegorie Das Narrenschiff von 1495 auf und verbindet sie mit Gesellschaftskritik. Mehrere Szenen verweisen auf gesellschaftliche Torheiten und ökologische Sorgen. Inschriften thematisieren menschliches Verhalten sowie technologische und ökologische Vernachlässigung.
Das Schiff steht dabei für eine Welt am Rand des Desasters, während die Figuren menschliche Fehlentwicklungen sichtbar machen. Wie andere Arbeiten Webers stieß auch diese ungewöhnliche Gestaltung auf Debatten und Kritik. Kurt Kletentreters zusätzliche Finanzierung änderte die Entscheidung nicht. Die bronzene Arbeit blieb deshalb als trockene Skulptur ohne Wasser.
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