Kemenate
Die Kemenate steht als Teil der Kaiserburg in Nürnberg und verbindet mittelalterliche Baugeschichte mit einem Museum. Backstein, unregelmäßiger Grundriss und ein markantes Walmdach prägen den Bau. Seine Ursprünge reichen ins zwölfte Jahrhundert zurück, bevor Kaiser Friedrich III. ihn in den 1440er-Jahren grundlegend verändern ließ. Nach der fast vollständigen Zerstörung 1945 wurde er zwischen 1968 und 1971 sorgfältig rekonstruiert.
Im Inneren zeigt das Kaiserburg-Museum die Geschichte der Burg und ihre militärische Bedeutung. Historische Rüstungen, Schusswaffen und Stangenwaffen machen Veränderungen der Kampftechnik über Jahrhunderte sichtbar. Eine Sturmleiter und ein Sturmschild verweisen besonders anschaulich auf die spätmittelalterliche Kriegsführung. Aus den Fenstern öffnet sich der Blick auf die Kaiserburg mit ihrer romanischen Kapelle, dem Palas und dem Sinwellturm. Die romanische Doppelkapelle besitzt zwei übereinanderliegende, gleichartige Kapellen. Der tiefe Brunnen sicherte die eigenständige Wasserversorgung der Burg.
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