Frauenkirche
Die Frauenkirche steht an der Ostseite des Hauptmarkts in Nürnberg und prägt den Platz mit ihrer Backsteingotik. Ihre Westfassade zeigt eine zentrale Vorhalle, einen Balkon und Wappen. Im Inneren verbindet die Hallenkirche zwei Seitenschiffe mit einer Kaisertribüne und zeigt mittelalterliche Kunstwerke. Dazu gehören der Tucher-Altar und Werke von Adam Kraft. Das Männleinlaufen lässt Figuren unter einer mechanischen Uhr erscheinen und erinnert an die Goldene Bulle. Karl IV. plante den Bau für kaiserliche Zeremonien und ließ ihn entsprechend gestalten. Eine Taufe Wenzels und die Aufbewahrung der Reichskleinodien verbinden das Gebäude mit Nürnbergs Reichsgeschichte. Der Kirchenbau folgte der Zerstörung der Synagoge während eines christlichen Pogroms gegen Nürnbergs jüdische Einwohner. Brände und Kriegszerstörungen prägten ihre Geschichte, während Restaurierungen das Bauwerk wiederherstellten. Die Frauenkirche dient als katholische Pfarrkirche und ist rollstuhlgerecht zugänglich. Ihre Orgel enthält Elemente früherer Instrumente und ergänzt die historische Ausstattung des Innenraums. Die Kirche beherbergt außerdem die Eröffnungszeremonie des Christkindlesmarkts. So treffen an diesem Ort Baukunst, Kunstwerke und Stadtgeschichte aufeinander.
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