Ehrenhalle
Die Ehrenhalle steht im Nürnberger Luitpoldhain, einem Park mit breiten Wegen und ruhiger Atmosphäre. Der Park trägt den Namen Luitpolds, eines früheren Herrschers von Bayern. Der Bau entstand zur Erinnerung an 9.855 Nürnberger Soldaten, die im Ersten Weltkrieg starben. Der Bau wurde 1930 unter Franz Mayers Leitung vollendet.
Mit dem Luitpoldhain verbindet sich auch die Geschichte des nationalsozialistischen Reichsparteitagsgeländes. Die Nationalsozialisten wandelten den Park 1933 in die Luitpoldarena um. Zwischen 1923 und 1938 prägten jährliche Parteitage das Gelände mit großen Versammlungen. Die Ehrenhalle erinnerte damals zudem an gefallene Parteimitglieder des gescheiterten Hitlerputsches von 1923.
Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte Nürnberg den Park wieder her und entfernte große Teile der ursprünglichen Anlagen. Die Gedenkstätte erinnert heute an die Opfer beider Weltkriege und des NS-Regimes. Mehrsprachige Informationstafeln erläutern die Geschichte dieses Ortes, dessen stille Wege zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit einladen.
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