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Oberer Wasserturm

Der Obere Wasserturm in Nördlingen gehört zur mittelalterlichen Architektur und verbindet Wehrbau mit Wasserführung. Seine Bauzeit liegt zwischen den Jahren 1469 und 1471. Der Turm besitzt einen quadratischen Grundriss und ein oberstes Geschützpodest unter einem Walmdach. Zur Feldseite zeigt er wenige Fenster oder Schießscharten. Auf der Stadtseite prägt flaches Ziegelmauerwerk das Erscheinungsbild des Turms. Sein oberstes Geschoss dient als Geschützplattform und trägt das Walmdach. Zum Bau gehört ein befestigter Durchgang für den Egerkanal in die Stadt. Eine eichene Rinne gehört zur Führung des Stadtkanals über den wassergefüllten Graben. Seine Lage bildet einen nördlichen Eckpfeiler der Verteidigungslinie gegen den Emmeransberg.

Gemeinsam mit dem Berger Tor gehört der Turm zur mittelalterlichen Stadtbefestigung. Die vollständig begehbare Stadtmauer ergänzt diesen historischen Zusammenhang. Nördlingen ist eine ehemalige Reichsstadt mit mittelalterlichen Gebäuden und geologischen Besonderheiten im Ries. Die Anlage zeigt, wie Verteidigung und Versorgung innerhalb der Stadtbefestigung zusammenwirkten. Der Rundgang auf der Stadtmauer vermittelt Einblicke in Nördlingens Geschichte und Architektur.

Stadt
Nördlingen
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